Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen - AbfindungEssen

Um eine möglichst hohe Abfindung zu erhalten, muss der Arbeitnehmer pokern. In fast allen Fällen ist es für den Arbeitnehmer unerlässlich, Kündigungsschutzklage zu erheben, um eine hohe Abfindung zu erzielen.

Eine Aufstockung der in einem Sozialplan bestimmten Abfindung (Sozialplanabfindung) lässt sich ebenfalls im Rahmen einer Kündigungsschutzklage erreichen.

Es kann vorkommen, dass der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben eine Abfindung nach § 1a Kündigungsschutzgesetz für den Fall anbietet, dass der Arbeitnehmer keine Kündigungsschutzklage erhebt. Oft ist es auch in diesen Fällen sinnvoll, dennoch Kündigungsschutzklage zu erheben, um eine manchmal sehr viel höhere Abfindung zu erzielen. Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Fachanwalt für Arbeitsrecht weiß ich, dass die im Sozialplan ausgehandelten Abfindungssummen regelmäßig zu niedrig sind.

Die Höhe der Abfindung ist grundsätzlich Verhandlungssache. In den allermeisten Fällen erhält der Arbeitnehmer aber mindestens 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr - manchmal sogar deutlich mehr. Bei kürzeren Arbeitsverhältnissen mit 1-3 Jahren Betriebszugehörigkeit werden bis zu 2 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr gezahlt.

Je größer die Chancen des Arbeitnehmers im Kündigungsschutzprozess, desto mehr wird der Arbeitsgeber dafür zahlen, dass der Arbeitnehmer einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zustimmt.

Manchmal sehen Sozialpläne die Zahlung einer höheren Sozialplanabfindung an ältere Arbeitnehmer vor. Dies ist zulässig und verstößt in Bezug auf die jüngeren Mitarbeiter, deren Sozialplanabfindung geringer ist, nicht gegen das Diskriminierungsverbot (mehr dazu hier). Sowohl für die älteren gekündigten Arbeitnehmer, als auch für die jüngeren Arbeitnehmer lässt sich eine Erhöhung der Abfindung in einem Kündigungsschutzprozess erreichen.

Manchmal bieten Arbeitgeber Abfindungen im Rahmen von Aufhebungsverträgen oder Abwicklungsvereinbarungen an. Vor dem Abschluss eines solchen Aufhebungsvertrages kann ich nur warnen. Die dort vom Arbeitgeber angebotenen Summen sind regelmäßig deutlich niedriger als die Abfindung, die der Arbeitgeber im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses zu zahlen bereit wäre.

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