Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Essen ++ Arbeitsrecht Rechtsanwalt Essen ++ Arbeitsrecht Anwalt Essen ++ Rechtsanwälte ++ Anwaltskanzlei Essen

Arbeitnehmer arbeitet in Konkurrenz zum Arbeitgeber – Kündigung droht

Fachanwalt + Arbeitsrecht + Essen

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, mit einem Rechtstipp zum Thema Kündigung wegen Konkurrenztätigkeit des Arbeitnehmers.

Konkurrenztätigkeit als Kündigungsgrund:
Immer dann, wenn der Arbeitnehmer durch eine Nebentätigkeit in Konkurrenz zu seinem Arbeitgeber tritt, kann das einen tauglichen Kündigungsgrund darstellen. Dabei ist unbeachtlich, ob er für einen Konkurrenten des Arbeitgebers oder selbstständig arbeitet.

Nebentätigkeit für Konkurrenten: Wird der Arbeitnehmer für einen Konkurrenten des Arbeitgebers tätig, spielt es für die Wirksamkeit der Kündigung keine Rolle, ob der Arbeitsvertrag ein ausdrückliches Verbot der Konkurrenztätigkeit vorsieht oder nicht. Dazu das Hessische Landesarbeitsgericht: Einem Arbeitnehmer ist während des rechtlichen Bestehens eines Arbeitsverhältnisses grundsätzlich jede Konkurrenztätigkeit zum Nachteil seines Arbeitgebers untersagt (Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 10. Juni 2013 – 21 Sa 850/12 –, juris).

Nebentätigkeit auf selbstständiger Basis: Auch bei einer selbstständigen Nebentätigkeit kommt eine Kündigung in Betracht, wie das Hessische Landesarbeitsgericht in einer anderen Entscheidung festgehalten hat: Bietet ein Arbeitnehmer im Marktbereich seines Arbeitgebers Dienste und Leistungen für Dritte an, übt er eine Konkurrenztätigkeit aus, die im Einzelfall eine außerordentlichen Kündigung gemäß § 626 Abs. 1 BGB rechtfertigen kann (Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 28. Januar 2013 – 16 Sa 593/12 –, juris).

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Wenn Sie neben Ihrer eigentlichen Tätigkeit noch eine andere Tätigkeit ausüben wollen, sollten Sie sich unbedingt zuvor rechtlich beraten lassen. Regelmäßig sehen Arbeitsverträge entsprechende Anzeigepflichten vor. Jedwede Konkurrenztätigkeit oder Tätigkeit in einem dem Sektor des Arbeitgebers ähnlichen Bereich, sind besonders gefährlich. Hier riskieren Arbeitnehmer unter Umständen eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber: Wenn der Arbeitnehmer eine unerlaubte Nebentätigkeit ausübt, ist eine Kündigung nicht automatisch möglich. Häufig muss zunächst abgemahnt werden. Jedenfalls wenn der Arbeitnehmer eine Konkurrenztätigkeit ausübt, kann eine Kündigung aber unter Umständen auch ohne vorherige Abmahnung wirksam sein.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind. Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

8.6.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com