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13.09.2011

Presseartikel

Rechtsanwalt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen und Dr. Attila Fodor, Rechtsanwalt zu den Rechten gekündigter Arbeitnehmer im Falle von Massenentlassungen (Entlassung, Kündigung, Eon)

Aktuellen Medienberichten zufolge sind bei dem Konzern Eon deutschlandweit 5500 Arbeitsplätze vom weiteren Bestand bedroht. Einem Bericht der deutschsprachigen eher unternehmernahen Financial Times Deutschland ist die Zentrale der Ruhrgas in Essen wegen eines unter Umständen geplanten Zusammenschlusses von Eon Energy Trading und Ruhrgas von der Auflösung bedroht. Beide Firmen, die Eon Energy Trading und die Ruhrgas sind im Geschäftsfeld Energiehandel tätig. Bei einer Zusammenlegung könne das Unternehmen Eon durch den Abbau von Stellen erhebliche Personalkosten sparen. Ohne Kündigungen wird das wohl nicht gehen.

Unternehmen gehen bei Umstrukturierungen oft wie folgt vor:

Entweder das Unternehmen spricht Beendigungskündigungen oder sogenannte Änderungskündigungen aus.

Bei Entlassungswellen geschieht die Abwicklung der Arbeitsplätze oft im Rahmen von so genannten Sozialplänen. Die Sozialpläne sehen für den Fall, dass Arbeitnehmer das Unternehmen verlassen, so genannte Sozialplanabfindungen vor. Für den betroffenen Arbeitnehmer stellt sich in einem solchen Fall die Frage, ob eine Kündigungsschutzklage Sinn macht. Warum soll ein Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage einreichen, wenn er durch den Sozialplan bereits eine scheinbar großzügige Abfindung erhält?

In den allermeisten Fällen ist eine Kündigungsschutzklage gegen eine Kündigung im Rahmen einer Entlassungswelle trotz zugesicherter Sozialplanabfindung dennoch sinnvoll. Es lässt sich nämlich regelmäßig eine – zum Teil deutliche – Erhöhung der Abfindung im Rahmen des Prozesses erreichen. Nicht selten geschieht auch folgendes: Das Gericht sieht die Kündigung als unberechtigt an, weil das Unternehmen den Arbeitnehmer in einem anderen Teil des Unternehmens hätte weiter beschäftigen können. Auf diesem Weg kann sich der Arbeitnehmer durch eine Kündigungsschutzklage in das Unternehmen zurücklagen, obwohl es im Vorfeld der Kündigung zu Standortschließungen gekommen ist.

Arbeitnehmer-Rat des Fachanwalts: Sollte das Kündigungsschutzgesetz in Ihrem Betrieb anwendbar sein (in allen großen Unternehmen ist es selbstverständlich anwendbar), ist es fast immer ratsam, Kündigungsschutzklage zu erheben. Regelmäßig ist es möglich, zumindest eine satte Abfindung dabei herauszuholen. Erfahrungsgemäß kalkulieren Unternehmen bei Entlassungswellen fest mit Beträgen, die sie im Rahmen von gerichtlichen Vergleichen vor dem Arbeitsgericht bei Kündigungsschutzklagen an die Arbeitnehmer als Abfindung auszahlen.

Ein Fachbeitrag des Rechtsanwalts Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen und von Dr. Attila Fodor, Rechtsanwalt

13.9.2011

Bredereck Willkomm Rechtsanwälte, Essen

Ihr kompetenter Fachanwalt für Kündigungsschutzklagen in Essen und im Raum Rhein-Ruhr

Essen@remove-this.recht-bw.de

Tel.: 0201-4532 00 40

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