Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen - Arbeitnehmer - Alles zur AbfindungEssen

Häufige Fragen zur Abfindung

Anwalt Arbeitsrecht Essen
Alexander Bredereck Fachanwalt für Arbeitsrecht

Für Ihre Fragen ist Fachanwalt Bredereck erreichbar unter:
tel 0201-4532 00 40
mail fachanwalt@remove-this.arbeitsrechtler-essen.com 

Während meiner langjährigen Tätigkeit als Fachanwalt für Arbeitsrecht haben mich meine Mandanten häufig folgendes gefragt:

  • Habe ich einen Anspruch auf eine Abfindung?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Ein Anspruch auf Abfindung gibt es nur dann, wenn der Arbeitgeber eine Abfindung im Rahmen eines Sozialplans oder im Kündigungsschreiben für den Fall anbietet, dass der Arbeitnehmer auf die Einlegung einer Kündigungsschutzklage freiwillig verzichtet. Abgesehen von diesen Fällen gibt es entgegen landläufiger Auffassung keinen durchsetzbaren Anspruch auf Abfindung.

  • Warum wird einem gekündigten Arbeitnehmer dennoch in der Praxis so häufig eine Abfindung gezahlt?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Weil bei den allermeisten Kündigungen – besonders wenn das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist – die Gefahr besteht, dass der Arbeitgeber die Kündigungsschutzklage verliert. Sehr sehr viele Kündigungen – gleich ob fristlos, betriebsbedingt, verhaltensbedingt oder personenbedingt – haben Formfehler oder es fehlt am Kündigungsgrund. Der Arbeitgeber zahlt lieber eine Abfindung, als dass er die Konsequenzen eines verlorenen Kündigungsschutzverfahrens riskiert. Der Arbeitgeber muss dann nämlich dem Arbeitsnehmer grundsätzlich nicht nur den gesamten Lohn zwischen Kündigung und Beendigung des Kündigungsschutzprozesses (womöglich in mehreren Instanzen) nachzahlen, sondern auch alle Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und sonstige Lohnnebenkosten. Dass ein Arbeitgeber dann viel lieber eine Abfindung zahlt, ist allzu verständlich.

Vorsicht bei der Annahme einer Abfindung im Rahmen eines Aufhebungsvertrages oder bei einer außergerichtlichen Abfindung, wenn Sie als Arbeitnehmer nicht von einem Rechtsanwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht vertreten oder beraten werden. Sie laufen nicht nur Gefahr, auf eine deutlich höhere Abfindung zu verzichten, sondern riskieren auch eine Sperrzeit von der Arbeitsagentur. Warum dies so ist, erfahren Sie hier.

Zusammengefasst gilt: Wer nach einer Kündigung eine möglichst hohe Abfindung erzielen will, muss Kündigungsschutzklage einreichen.

Warum unsere Erfahrung in der Vertretung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern für die Verhandlung um eine hohe Abfindungssumme so wichtig ist, erfahren Sie hier.

Mehr Fragen an den Fachanwalt für Arbeitsrecht zur Abfindung:

  • Mit welcher Abfindung kann ich rechnen? Ist die Höhe der Abfindung irgendwo geregelt?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Es ist ausschließlich Verhandlungssache zwischen den Parteien, welche Summe als Abfindung gezahlt wird. Dennoch haben sich in den vergangenen Jahrzehnten bestimmte Leitlinien entwickelt. Zunächst gilt: Je höher die Chancen des Arbeitnehmers, eine Kündigungsschutzklage zu gewinnen, desto mehr muss der Arbeitgeber dafür bezahlen, dass der Arbeitnehmer freiwillig der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zustimmt. Der Arbeitgeber sollte bei durchschnittlichen Klageaussichten mindestens 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr als Abfindung zahlen. Ist der Arbeitnehmer nur kurz – etwa ein bis drei Jahre – im Betrieb beschäftigt, steigen die in der Praxis gezahlten Abfindungssummen regelmäßig auf etwa ein bis zwei Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr.

  • Wann muss der Arbeitgeber die Abfindung auszahlen?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Auch das ist Verhandlungssache. In der Regel ist es aber so, dass der Arbeitgeber die Abfindung mit Ende des Arbeitsverhältnisses auszahlen muss.

  • Bekomme ich weniger Arbeitslosengeld, wenn ich eine Abfindung erstreite?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Wenn der Arbeitnehmer gegen eine (fristlose, betriebsbedingte oder andere) Kündigung Kündigungsschutzklage eingereicht und im Wege eines gerichtlichen Vergleichs eine Abfindung erstreitet, wird die Abfindung in aller Regel nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Wer hier geschickt vorgeht, braucht eine Kürzung des Arbeitslosengeldes nicht zu befürchten.

  • Bekomme ich eine Sperrzeit, wenn ich eine Abfindung annehme?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Nein. Die Agentur für Arbeit verhängt eine Sperrfrist (nach SBG III) nur dann, wenn der Arbeitnehmer sich ohne wichtigen Grund vom Beschäftigungsverhältnis löst oder durch vertragswidriges Verhalten selbst die Ursache für eine fristlose oder verhaltensbedingte Kündigung gesetzt hat. Der Arbeitnehmer erhält dann für die Dauer von zwölf Wochen kein Arbeitslosengeld. Das kann unter Umständen sehr hart sein. Wer fristlos oder verhaltensbedingt gekündigt wird und dagegen keine Kündigungsschutzklage erhebt, erhält in aller Regel eine Sperrzeit von der Arbeitsagentur. Nur wer Kündigungsschutzklage einreicht und dafür sorgt, dass der Vergleich, auf Grundlage dessen die Abfindung gezahlt wird, festhält, dass das Arbeitsverhältnis aufgrund ordentlicher und betriebsbedingter Kündigung sein Ende gefunden hat, braucht eine Sperrzeit nicht zu befürchten. Eine Abfindung kann niemals der Grund für die Verhängung einer Sperrzeit sein.

  • Wie hoch sind die Kosten einer Kündigungsschutzklage?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Die Kosten einer Klage sind an sich sehr gering. Der Arbeitnehmer muss nur die verhältnismäßig geringen Gerichtsgebühren zahlen. Wenn er die Klage vor dem Arbeitsgericht verliert muss er die Kosten der Gegenseite – anders als bei anderen Gerichten – nicht erstatten. Gering betuchte Arbeitnehmer haben unter Umständen Anrecht auf Prozesskostenhilfe. Sollte der Arbeitnehmer Prozesskostenhilfe in voller Höhe erhalten, wäre ein Prozess vor dem Arbeitsgericht für ihn kostenfrei.

  • Muss ich bei einer Kündigungsschutzklage oder einer anderen Klage vor dem Arbeitsgericht anwaltlich vertreten sein?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Nein. Jeder kann sich vor dem Arbeitsgericht selbst vertreten. Das deutsche Arbeitsrecht ist aber eine derart hochspezialisierte Materie geworden, dass es äußerst ratsam ist, einen Rechtsanwalt bzw. Fachanwalt für Arbeitsrecht mit der Vertretung zu beauftragen.

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Die gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwalts hängen vom Streitwert ab. Der Streitwert wiederum hängt bei einer Kündigungsschutzklage vom Einkommen des Arbeitnehmers ab (mehr dazu hier). Je weniger der Arbeitnehmer verdient, desto günstiger wird also ein Prozess. Ein Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen wird seine erhöhten Rechtsanwaltskosten jedoch in aller Regel durch eine deutlich höhere Abfindung aufwiegen können. Aber auch für geringer verdienende Arbeitnehmer lohnt sich die Hinzuziehung eines Anwalts in der Regel sehr. Die Abfindung, die ein erfahrener und prozesstaktisch versierter Fachanwalt für Arbeitsrecht erzielen kann, liegt regelmäßig weit über dem, was der nicht anwaltlich vertretene Arbeitnehmer vor dem Arbeitsgericht alleine aushandeln kann.

  • Ist der Fachanwalt für Arbeitsrecht teurer als der Rechtsanwalt?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Nein! Die gesetzlichen Gebühren sind dieselben. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht zeichnet sich lediglich durch seine besonders große Erfahrung in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten, eine hohe Prozesserfahrung vor den Arbeitsgerichten und durch einen zertifizierten Fortbildungstand aus.

  • Mir wurde gesagt, was ich wieder eingestellt werde, wenn sich die wirtschaftliche Situation bessert und es die Auftragslage wieder zulässt. Ist es dann noch klug, Kündigungsschutzklage zu erheben? Mache ich mir meinen alten Arbeitgeber dadurch nicht zum Feind?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Letztendlich muss es der Arbeitnehmer immer selbst entscheiden, ob er Kündigungsschutzklage erhebt oder nicht. Eine persönliche Bindung oder besondere Umstände können immer gegen einen solchen Schritt sprechen. Fest steht jedoch: Ist die Frist zur Einreichung einer Kündigungsschutzklage einmal verstrichen, sind die Aussichten auf eine Abfindung in jedem Fall dahin. Ob der Arbeitgeber nach Ablauf der Kündigungsfrist immer noch die Wiedereinstellung in Aussicht stellt, ist fraglich. Manch ein übertrieben freundlicher Arbeitgeber wird drei Wochen nach Zugang des Kündigungsschreibens plötzlich eiskalt.

  • Mein Arbeitgeber bietet mir für den Fall, dass ich auf die Einlegung einer Kündigungsschutzklage verzichte, eine Abfindung an. Wie soll ich mich verhalten?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck: Es kommt darauf an, wie hoch das Angebot ist. Wenn die Summe hoch genug ist, können Sie das Angebot ruhigen Gewissens annehmen. In aller Regel ist es aber so, dass der Arbeitgeber bereits aus betriebswirtschaftlichem Kalkül eine geringere Summe anbietet, als den Betrag, den der Arbeitnehmer in einem Kündigungsschutzverfahren als Abfindung vor Gericht erstreiten könnte. Fast immer versuchen Arbeitgeber im Rahmen einer vorprozessualen Abfindung einige 1000 € zu sparen.

 

Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch mit Fachanwalt Bredereck

  • Als Fachanwalt für Arbeitsrecht erstreite ich für Sie die höchstmögliche Abfindung vor dem Arbeitsgericht. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter 0201-4532 00 40 oder per Mail an rechtsanwalt@remove-this.arbeitsrechtler-essen.com. Unsere Beratungstermine vergeben wir sehr zeitnah und flexibel.

 

 

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, eine hohe Abfindung zu erstreiten

nach oben

Manch ein Arbeitnehmer scheut sich, die Samthandschuhe nach einer Kündigung auszuziehen. Nicht selten hat der Arbeitgeber auch nach einer Kündigung noch ein gewisses Pflichtgefühl gegenüber seinem Arbeitgeber. Oft wird dem Arbeitnehmer, der um eine hohe Abfindung kämpft, vorgeworfen: Du willst ja nur eine möglichst hohe Abfindung herausschlagen.

Dem kann ich nur als jahrelanger Fachanwalt für Arbeitsrecht entgegenhalten, dass eine Kündigung vom Arbeitnehmer oft wie ein Schlag ins Gesicht empfunden wird. In sehr vielen Fällen verstößt eine fristlose, betriebsbedingte oder sonstige Kündigung bei Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes gegen Recht und Gesetz.

Sich dagegen zu wehren und gegebenenfalls um eine hohe Abfindung zu kämpfen, ist das gute Recht eines jeden Arbeitnehmers. Das deutsche Arbeitsrecht und die Arbeitsgerichtsbarkeit haben im Grunde genommen den Sinn und Zweck, den Arbeitnehmer vor der Übermacht des Arbeitgebers zu schützen. Warum sollte der Arbeitnehmer dann nicht eine möglichst hohe Abfindung herausholen dürfen?

 

Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen - Arbeitnehmer - Alles zur Abfindung