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Wie hoch kann die Abfindung sein?

 

  • Die Höhe der Abfindung ist nur in dem Fall gesetzlich geregelt, in dem der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben eine bestimmte Abfindungssumme anbietet, die für den Fall ausgezahlt wird, wenn der Arbeitnehmer auf eine Kündigungsschutzklage verzichtet. In § 1a Abs. 2 Kündigungsschutzgesetz ist es geregelt, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer dann 0,5 brutto Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr als Abfindung zu zahlen hat.

 

  • In allen anderen Fällen ist die Höhe der Abfindung ausschließlich Verhandlungssache. Die Praxis orientiert sich jedoch an der Regelung des § 1a Abs. 2 Kündigungsschutzgesetz. Oft erhält der Arbeitnehmer 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. Wenn der Arbeitnehmer hier allerdings gut pokert, kann in vielen Fällen sehr viel mehr drin sein.

 

  • Falls die Kündigungsschutzklage hohe Aussicht auf Erfolg hat, weil der Arbeitgeber etwa bei der Sozialauswahl vor einer betriebsbedingten Kündigung Fehler gemacht hat, steigen die Chancen erheblich, dass deutlich mehr als 0,5 Bruttomonatsgehälter an den Arbeitnehmer gezahlt werden.

 

  • Bei kurzen Arbeitsverhältnissen erlebe ich es in der Praxis häufig, dass der Arbeitgeber bis zu zwei Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr als Abfindung zahlt. Besonders bei einem relativ hohen Bruttomonatsgehalt kommt es dann zur Zahlung überraschend hoher Summen.