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Wann lohnt sich eine Kündigungsschutzklage?

Für Ihre Fragen ist Fachanwalt Bredereck erreichbar unter:
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Gekündigte Arbeitnehmer stellen mir zu den Kosten einer Kündigungsschutzklage häufig folgende Frage:

  • Ich bin weder rechtsschutzversichert, noch werde ich wohl Prozesskostenhilfe erhalten. Rechnet sich eine Kündigungsschutzklage dann für mich überhaupt noch? 

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck:

Während meiner langjährigen Tätigkeit als Fachanwalt für Arbeitsrecht habe ich folgendes festgestellt: In Betrieben mit mehr als zehn Mitarbeitern, wo das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist, lohnt sich die Einlegung einer Kündigungsschutzklage für den gekündigten Arbeitnehmer fast immer. Führen Sie ganz einfach folgende Rechnung durch: Errechnen Sie nach dem angegebenen Rechenbeispiel die ungefähren Kosten einer Kündigungsschutzklage. Setzen Sie diese in Verhältnis zu der in aller Regel vom Arbeitgeber für die Beendigung des Rechtsstreits zu zahlende Abfindung. Diese beträgt bei länger andauernden Arbeitsverhältnissen mindestens 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr im Betrieb.

Bei kurzen Beschäftigungsverhältnissen (1-3 Jahre Betriebszugehörigkeit), kann der Arbeitnehmer durch eine Kündigungsschutzklage regelmäßig eine Abfindung in Höhe von ein bis zwei Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erreichen. Der gekündigte Arbeitnehmer kann im Vorfeld einer Kündigungsschutzklage also ziemlich genau ausrechnen, ob sich die Investitionen in einem Rechtsanwalt bzw. Fachanwalt für Arbeitsrecht lohnt. Man muss ganz klar sagen: Für die allermeisten gekündigten Arbeitnehmer lohnt sich die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts bzw. Fachanwalts für Arbeitsrecht.

  • Kann ich mich auch selbst mit meinem Arbeitgeber auf eine Abfindungssumme einigen?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck:

Auch hier kann ich aus meiner jahrelangen Erfahrung als Fachanwalt für Arbeitsrecht nur sagen, dass der Arbeitnehmer gegen die strukturelle Übermacht des Arbeitgebers bei eigenen Verhandlungen über eine Abfindungssumme oft die schlechteren Karten hat. Der Arbeitnehmer muss auch folgendes beachten: Ist die dreiwöchige Kündigungsfrist nach Zugang des Kündigungsschreibens einmal verstrichen, hat der gekündigte Arbeitnehmer praktisch keine Chance mehr, eine Abfindung zu erhalten.

Nach Zugang einer fristlosen, betriebsbedingten, verhaltensbedingten oder personenbedingten Kündigung muss der Arbeitnehmer innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben.