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Arbeitsrecht: Arbeitsvergütung

Fachanwalt: Arbeitsvergütung
Geld

Arbeitsrechtler in Essen:

Die Bemessung der Arbeitsvergütung ist grundsätzlich im Arbeitsvertrag festgeschrieben, ansonsten sind die Parteien frei.


Liegt ein Tarifvertrag vor oder wird dieser vom Arbeitgeber freiwillig angewendet, so muss die mindeste Vergütung, die tarifvertraglich festgelegt ist, bezahlt werden. Liegt kein Tarifvertrag vor, kann unzulässiger Lohnwucher in Betracht kommen, wenn der Tariflohn um mehr als ein Drittel unterschritten wird. Die Differenz zum üblichen Lohn muss dann vom Arbeitgeber nachgezahlt werden.


Auch wenn Arbeit ausfällt und der Arbeitgeber das Risiko des Arbeitsausfalls trägt, kann der Arbeitnehmer die vereinbarte Vergütung verlangen. Arbeitnehmer sind zur Nachleistung der Arbeit nicht verpflichtet. Es kann ihm jedoch angerechnet werden, was er in dieser Zeit anderweitig verdient hat oder zu verdienen vorsätzlich unterlässt und auch die wegen des Arbeitsausfalls ersparten Unkosten.

Provisionen – als Erfolgsvergütung – können zusätzlich zur normalen Arbeitsvergütung vereinbart werden, welche entweder als Anteil am Umsatz oder als bestimmter Prozentsatz des Gewinns des Unternehmens (Tantieme) vereinbart werden können. Grundsätzlich muss aber immer eine bestimmte feste Grundvergütung (neben der Provision) vereinbart sein.

Auch die Vereinbarung von Sachbezügen – neben der normalen Arbeitsvergütung – ist zulässig, z.B. Werkmietwohnungen, Verpflegung und Kraftfahrzeuge zur privaten Nutzung.

Überstunden oder Mehrarbeit, d. h. Arbeitsleistung über die gesetzliche Arbeitszeit bzw. über die regelmäßige betriebliche Arbeitszeit hinaus, müssen ebenfalls vergütet werden.

Üblicherweise werden auch Sonderzahlungen vereinbart – so z.B. dreizehntes Monatsgehalt, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld etc.