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Muss man eine Kündigung unterschreiben, wenn man sie als Arbeitgeber aussprechen will?

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Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Arbeitgeber müssen eine Kündigung unterschreiben.
Das folgt aus § 623 BGB: Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen.

Folge einer fehlenden Unterschrift: Unwirksamkeit der Kündigung. Kündigungen, die nicht unterschrieben werden, sind unwirksam und können das Arbeitsverhältnis nicht beenden. Wichtig ist außerdem, dass die Kündigung vom Arbeitgeber oder einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben wird.

Vorsorglich immer Vollmacht beifügen. Wenn die Berechtigung zur Vertretung des Arbeitgebers nicht eindeutig ist, zum Beispiel weil der Inhaber des Arbeitgebers selbst unterzeichnet oder der Geschäftsführer einer GmbH, sollte man immer eine Vollmacht der Kündigung im Original beifügen. Andernfalls riskiert man, dass die Kündigung vom Arbeitnehmer zurückgewiesen wird.

Mündliche Kündigung unwirksam. Da die Kündigung der Schriftform bzw. Unterschrift bedarf, ist eine mündliche Kündigung immer unwirksam.

Kündigung per Fax, E-Mail, SMS, WhatsApp, Facebook immer unwirksam. Alle Übermittlungsmöglichkeiten, die nicht zur Übermittlung des unterschriebenen Originals führen, sind untauglich. Entsprechende Kündigungen sind mangels Einhaltung der Schriftform unwirksam.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer. Wenn Sie eine Kündigung erhalten, die nicht unterschrieben ist, oder per Fax, E-Mail, SMS usw. übermittelt wird, sollten Sie diese Kündigung unbedingt innerhalb von drei Wochen mit einer Kündigungsschutzklage angreifen. Auch wenn Mängel bei der Schriftform auch noch außerhalb der Dreiwochenfrist für die Kündigungsschutzklage angegriffen werden können - der sicherste Weg ist die Einhaltung der Dreiwochenfrist. Andernfalls kann es sein, dass gegen die Kündigung nichts mehr zu machen ist.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber. Gehen Sie bei einer Kündigung immer auf Nummer sicher. Neben der Schriftform müssen Sie auch den Zugang der Kündigung beim Arbeitnehmer beweisen können. Einschreiben taugen für die Zustellung nicht. Sicher ist nur eine Zustellung durch persönliche Übergabe gegen Empfangsbestätigung oder eine Zustellung durch einen Boten.

So können wir Arbeitnehmern helfen. Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen. Lassen Sie die Kündigung sofort nach Erhalt durch uns prüfen. Wichtige Rechte müssen unverzüglich (3-5 Werktage) geltend gemacht werden (zum Beispiel die Zurückweisung einer Kündigung). Eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht eingegangen sein.

So können wir Arbeitgebern helfen. Arbeitgeber sollten unbedingt vor Ausspruch der Kündigung Rechtsrat einholen. Viele Kündigungen scheitern schon an den Formalien. Das führt in einem anschließenden Kündigungsschutzverfahren dazu, dass unnötig hohe Abfindungen gezahlt werden müssen, um den Arbeitnehmer loszuwerden. Wer hier am falschen Ende, spart zahlt drauf.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst unverbindlich mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage.

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20.7.2016

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