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Hände weg von der privaten Internetnutzung des Dienstrechners - vier Gründe warum Arbeitnehmer lieber nicht auf der Arbeit privat surfen sollten

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Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Das Internet gehört zu unserem Alltag wie das Essen, Einkaufen und Atmen. Es ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Immer und überall sind wir online. Für das Arbeitsverhältnis kann dieses Verhalten sehr gefährlich werden, jedenfalls dann wenn einen der Chef loswerden möchte. Die Arbeitsgerichte entscheiden hier sehr arbeitgeberfreundlich. Fünf Tipps für Arbeitnehmer, die ihr Arbeitsverhältnis nicht wegen der Internetnutzung riskieren wollen.

1. Nutzen Sie den Firmenrechner nicht privat.

Ich empfehle den Firmenrechner auch bei gestatteter Privatnutzung und auch in den Pausenzeiten nicht für private Zwecke zu nutzen. Jede Nutzung hinterlässt Spuren. Diese Spuren kann der Arbeitgeber möglicherweise später gegen den Arbeitnehmer versenden. Die Gerichte lassen auch datenschutzwidrig erlangte Informationen zur Begründung von Kündigungen in bestimmten Fällen zu. Siehe hierzu aktuell Pressemitteilung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg zum Urteil vom 14.01.2016 – 5 Sa 657/15.

2. Surfen Sie während der Arbeitszeit auch nicht privat auf dem eigenen Handy oder Notebook.

Auch die Nutzung der eigenen Geräte ist während der Arbeitszeit tabu. Wer privat im Internet unterwegs ist, arbeitet nicht. Erhält der Arbeitnehmer diese Zeit vom Arbeitgeber trotzdem vergütet, weil der Arbeitgeber meint der Arbeitnehmer arbeite fleißig, handelt es sich um einen Arbeitszeitbetrug. Der Arbeitnehmer erhält Geld ohne Leistung. Der Arbeitsgeber hat einen entsprechenden Schaden. Dies rechtfertigt eine fristlose Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung des Arbeitnehmers.

3. Keine Äußerungen über den Arbeitgeber im Internet

Unterlassen Sie sämtliche Äußerungen über den Arbeitgeber im Internet. Achtung: zum Internet gehören natürlich auch Facebook, Twitter und WhatsApp. Auch positiv gemeinte Äußerungen können zu Problemen führen.

4. Kennzeichnen Sie Ihren Arbeitgeber nicht im Internet.

Wenn Sie zum Beispiel ihren Arbeitgeber auf Facebook erwähnen und gleichzeitig zum Beispiel im Zusammenhang mit der derzeitigen Flüchtlingskrise problematische Bemerkungen machen, kann Sie dieses Verhalten den Arbeitsplatz kosten.
Gerade der letztgenannte Tipp dürfte vielen als überzogen erscheinen. Wer keine Probleme mit dem Arbeitgeber hat oder wenn der Arbeitsplatz nicht weiter wichtig ist, kann sich hier auch lockerer verhalten. Für alle anderen gilt: alle oben genannten Fälle haben schon zu Kündigungen geführt. Viele Arbeitgeber nutzen die in diesem Bereich zu Gunsten der Arbeitgeber lockere Rechtsprechung, um missliebige Arbeitnehmer auf diesem Weg loszuwerden.

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck ist Mitautor des Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest. Er berät Arbeitnehmer und Arbeitgeber bundesweit in allen Fragen des Kündigungsschutzrechtes. Sie erreichen Fachanwalt Bredereck unter 030/40004999 für eine unverbindliche und kostenfreie erste Einschätzung Ihrer Erfolgsaussichten im Bereich arbeitsrechtlicher Kündigungen.

17.2.2016

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