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Kündigung erhalten – wichtigste Hinweise für Arbeitnehmer

Fachanwalt Arbeitsrecht Essen

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

1. Kündigung erhalten – was sollte als erstes getan werden?

Überlegen Sie, ob Sie gegen die Kündigung vorgehen wollen und melden Sie sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos.

2. Wann kann man gegen die Kündigung vorgehen?

Zum einen möglich bei formaler Unwirksamkeit der Kündigung, oder wenn die Kündigungsfrist nicht eingehalten wurde. Sind in Ihrem Betrieb regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt, sollte man immer darüber nachdenken, eine Kündigungsschutzklage zu erheben.

3. Ist eine Klage auf eine Abfindung möglich?

In der Regel nicht. Eine Ausnahme kann vorliegen, wenn die Abfindung in einem Sozialplan, Sozialtarifvertrag oder im Kündigungsschreiben fest zugesagt ist.

4. Wie kann man eine Abfindung erhalten?

Dafür ist eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht zu erheben.

5. Welche Frist ist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage zu beachten?

Die Frist beträgt drei Wochen, nachdem Sie die Kündigung erhalten haben.

6. Wird bei der Kündigungsschutzklage auf eine Abfindung geklagt?

Nein, geklagt wird auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses. Dies entspricht in der Regel nicht dem Interesse des Arbeitgebers, weil der ja gerade gekündigt hat. Aus Sorge, er könnte den Rechtsstreit verlieren, bietet er dann regelmäßig eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung an.

7. Wie hoch ist die Abfindung?

Die Höhe der Zahlung ist grundsätzlich Verhandlungssache. Sie hängt letztlich von den beiderseitigen Risiken, der Qualität des Vorgehens (Klage und Klagevortrag) und vom Verhandlungsgeschick ab. Richtwert ist ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Häufig erreichen wir aber auch deutlich höhere Beträge von ein bis anderthalb Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr.

8. Wird die Abrechnung auf das Arbeitslosengeld angerechnet?

Wenn man keine Fehler macht nicht. Wichtig ist, dass die Einigung mit dem Arbeitgeber im Rahmen eines Klageverfahrens erfolgt und möglichst nicht außergerichtlich. Andernfalls droht eine Sperrzeit (zwölf Wochen kein Arbeitslosengeld und weitere Nachteile). Unbedingt eingehalten werden muss die Kündigungsfrist. Sonst droht ein Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld (für einen gewissen Zeitraum kein Arbeitslosengeld wegen Anrechnung der Abfindung).

9. Wie hoch sind die Kosten einer Klage?

Wer eine Rechtschutzversicherung hat, zahlt seine Selbstbeteiligung. Bei Bedürftigkeit kann für die Klage Prozesskostenhilfe beantragt werden. Alle anderen zahlen die gesetzlichen Gebühren. Die Kosten liegen regelmäßig deutlich unter der erzielbaren Abfindung. In der ersten Instanz des arbeitsgerichtlichen Verfahrens zahlt man jeweils immer nur die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts.

10. Wie können die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht der Kanzlei Bredereck Willkomm helfen?

Wir vertreten bundesweit Arbeitnehmer. Soweit Sie eine Kündigung erhalten haben, klären wir kurzfristig mit Ihnen die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage. Dies kann gern auch telefonisch erfolgen.

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer:

Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: Der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 € zuzüglich MWST.

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