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Home-Office schützt nicht vor Scheinselbstständigkeit

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Viele Auftraggeber meinen, wenn der freie Mitarbeiter nicht in der Firma arbeitet, sondern bei sich zuhause, bestünde keine Gefahr einer Scheinselbstständigkeit. Das ist unzutreffend.

Sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige können im Home-Office arbeiten.

Die Frage, wo die Arbeitsleistung erbracht wird, ist für die Beurteilung der Scheinselbstständigkeit nicht entscheidend. Häufig ist es zwar so, dass im Falle eines Home-Office die Eingliederung in den Betrieb und auch die Weisungsgebundenheit nicht so stark ausgeprägt sind, wie bei einer Tätigkeit vor Ort beim Auftraggeber. Es kann ja nicht ständig ein Chef vorbeikommen, der Anweisungen erteilt. Gerade in Anbetracht der modernen Technik, ist es heutzutage aber durch E-Mail, Telefone, Internet völlig unproblematisch auch eine Weisungsgebundenheit über die Distanz zu schaffen.

Tätigkeit als Vorgesetzter führt immer zur Arbeitnehmereigenschaft des Vorgesetzten

Gerade bei Journalisten kommt es zum Beispiel häufig vor, dass sogar Chefredakteure als freie Mitarbeiter im Wesentlichen von zuhause aus arbeiten. Da begeben Sie dann an nachgeordnete Mitarbeiter, die als Arbeitnehmer beschäftigt sind, Weisungen. In solchen Fällen liegt nach ständiger Rechtsprechung immer ein Arbeitsverhältnis auch mit dem Chefredakteur vor. Das Weisungsrecht ist nämlich vom Arbeitgeber nicht auf freie Mitarbeiter delegierbar. Wird es dann tatsächlich von einem so genannten freien Mitarbeiter ausgeübt, ist dieser kein freier Mitarbeiter, sondern scheinselbständig, also Arbeitnehmer.

Wir vertreten Arbeitgeber, Auftraggeber, Selbstständige und Arbeitnehmer (Scheinselbstständige) deutschlandweit in allen Fragen rund um die Scheinselbstständigkeit. Arbeitgeber beraten wir insbesondere im Zusammenhang mit drohenden oder durchgeführten Prüfungen und bei Klagen des freien Mitarbeiters. Freie Mitarbeiter, die eigentlich Arbeitnehmer sind, vertreten wir bei Statusfeststellungsklagen gegen den Arbeitgeber/Auftraggeber. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich ob und wie wir Sie unterstützen können.

Die Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind die Autoren des Ratgebers „Arbeitsrecht“ der Stiftung Warentest.

10.2.2015

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