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Häufig gestellte Fragen zum Arbeitsrecht. Die Antworten des Fachanwalts für Arbeitsrecht

Fachanwalt Bredereck
Anwalt

FAQ (frequently asked questions – häufig gestellte Fragen) von Arbeitnehmern bei Erhalt einer Kündigung – beantwortet durch Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen:

Frage des Arbeitnehmers:
Ich habe meine Kündigung erhalten – und werde sie akzeptieren. Im Falle einer angemessenen Abfindung – wie kann ich diese erreichen?

Fachanwalts für Arbeitsrecht:
Hier ist Eile geboten, denn Sie haben nur drei Wochen Zeit, gegen eine Kündigung vorzugehen, z.B. mit einer Kündigungsschutzklage. Selbst wenn Sie „nur“ eine Abfindung erreichen wollen, muss zuerst Klage erhoben werden.

Arbeitnehmer: 
Wie hoch kann die Abfindung sein?

Fachanwalt für Arbeitsrecht: 
Dies ist Verhandlungssache. Je größer die Chancen sind, dass die Kündigung tatsächlich unwirksam ist, desto höher stehen auch die Chancen, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen eine hohe Abfindung zahlt, da er wohl kaum will, dass Sie ihren Arbeitsplatz zurück erhalten. Der Richtwert, an dem sich die Abfindungssumme orientiert ist ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr, bei kurzer Beschäftigung wird als Richtwert ein bis zwei Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr genommen.

Arbeitnehmer: 
Wird die Abfindungssumme auf das Arbeitslosengeld (ALG I oder ALG II) angerechnet?

Fachanwalt für Arbeitsrecht: 
In der Regel nicht, wenn die Kündigung fristgerecht war, Sie eine Kündigungsschutzklage eingereicht haben und sich vor Gericht geeinigt haben.

Arbeitnehmer: 
Was bedeutet es, eine Sperrzeit zu bekommen – und bekomme ich die?

Fachanwalt für Arbeitsrecht:
Wenn Sie eine Sperrzeit bekommen, bedeutet dies, dass Sie in den ersten zwölf Wochen Ihrer Arbeitslosigkeit kein Arbeitslosengeld bekommen. Jedoch bekommen Sie in der Regel keine Sperrzeit, wenn Sie sich erst nach einer Erhebung einer Kündigungsschutzklage – mit anderen Worten, im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs – geeinigt haben.

Arbeitnehmer:
Wie teuer ist eine Klage?

Fachanwalt für Arbeitsrecht:
Das ist von Ihrem Einkommen abhängig. Wenn Sie ein ein geringes Einkommen haben, sind auch die Kosten für eine Klageerhebung entsprechend gering. Darüber hinaus können Sie auch Prozesskostenhilfe beantragen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen.

Arbeitnehmer:
Muss ein Anwalt mit der Klageerhebung beauftragt werden?

Fachanwalt für Arbeitsrecht:
Sie müssen damit keinen Anwalt beauftragen, sondern können dies selbst tun. Problematisch wird es, wenn Sie von der Materie genauso viel Ahnung haben, wie ein Fisch von Quantenmechanik – es kann gut gehen!

Arbeitnehmer:
Mein Arbeitgeber hat mir versprochen, mich wieder einzustellen, wenn es wieder einen Wirtschaftsaufschwung gibt. Ist es klug, mit einer Kündigungsschutzklage sich gegen den Arbeitgeber zu stellen und verbaue ich mir so nicht die Zukunft?

Fachanwalt für Arbeitsrecht:
Dies ist eine Einzelfallentscheidung, bei der man die jeweiligen Aussichten abschätzen muss. Lassen Sie aber die drei Wochen nach Ausspruch der Kündigung verstreichen, verbauen Sie sich auf jeden Fall Ihre Aussichten auf eine Abfindung – sie sind dann vom Winde verweht.