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Frist zur Erhebung der Kündigungsschutzklage

Die Frist zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage: Wann beginnt sie? Ein Artikel von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin

Die Frist zur Erhebung einer Kündigungsschutzklage beträgt gemäß § 4 Kündigungsschutzgesetz eine verhältnismäßig kurze Frist von drei Wochen. Sie beginnt mit Zugang des Kündigungsschreibens.
Normalerweise wird die Kündigungserklärung dem Arbeitnehmer persönlich überreicht oder per Post zugeschickt. Mit Ablauf des Tages, an dem das Kündigungsschreiben in den Machtbereich des Empfängers gelangt (bei der Versendung per Post also in den Briefkasten), beginnt die Frist zu laufen.

Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen muss der Zugang vom Arbeitgeber bewiesen werden. Dies fällt normalerweise leicht, wenn das Kündigungsschreiben per Bote in den Machtbereich des Arbeitnehmers gelangt oder persönlich übergeben wird. Auch wenn der Empfang durch Unterschrift quittiert wird, treten keine Nachweisprobleme auf.

Vergehen die drei Wochen der Frist, so ist regelmäßig keine Klage mehr möglich. Selbst wenn die Kündigung unbegründet war, hat der Arbeitnehmer dann praktisch keine Chance mehr, die Kündigung anzugreifen oder eine Abfindung zu erstreiten.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Viele Arbeitnehmer wissen um die dreiwöchige Klagefrist. Was viele jedoch nicht wissen, ist dass diese mit Zugang der Kündigung beginnt und nicht erst mit dem Zeitpunkt der Kündigung ab Ablauf der Kündigungsfrist. Erhält man also ein Kündigungsschreiben am 27.01.2014, in dem die Kündigung zum 29.02.2014 ausgesprochen wird, muss die Klage bis einschließlich 17.02.2014 beim Arbeitsgericht eingehen.

3.7.2013