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Arbeitsrecht: Krankheit des Arbeitnehmers

Krank! Droht eine Abmahnung oder gar eine Kündigung?
Arbeitsrecht

Fachanwalt in Essen:

  • Krank ist man dann, wenn aus medizinischer Sicht der körperliche und / oder geistige Zustand so angegriffen ist, dass eine Heilbehandlung nötig ist.

    • Krankheit und Arbeitsunfähigkeit sind zwei unterschiedliche Dinge. Arbeitsunfähig ist ein Arbeitnehmer dann, wenn er durch einen Krankheitsfall daran gehindert wird, seine vertraglich geschuldete Tätigkeit auszuführen oder wenn die Ausführung dieser Tätigkeit dem Genesungsprozess schadet.

      • Nur ein Arzt darf die Arbeitsunfähigkeit infolge von Krankheit feststellen, der umgehend aufzusuchen ist und der nach objektiven Maßstäben die Krankheit bewertet.

        • Ist eine Ansteckungsgefahr gegeben, so besteht auch dann Arbeitsunfähigkeit, wenn der Betroffene seine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung erbringen könnte. Dieses gilt im Allgemeinen für alle Ansteckungsfälle, nicht nur für Krankheiten, die ansteckend sind und zu einem Beschäftigungsverbot führen können.

  • Krankheitsdaten dürfen gespeichert werden, da sie zum Zwecke der Lohn- und Gehaltsabrechnung und bei anderen berechtigten Interessen des Arbeitgebers herangezogen werden. So kann der Arbeitgeber feststellen, ob und wie das Arbeitsverhältnis in der Vergangenheit durch Krankheit gestört wurde.
  • Falls Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers bestehen, kann der Medizinische Dienst der Krankenkasse herangezogen werden. Verlangt der Arbeitgeber eine Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit, ist die Krankenkasse verpflichtet, den Auftrag zu erteilen. Es sei denn, ihr liegen eindeutig bestätigende ärztliche Unterlagen vor. Kommt es zu einer Prüfung, muss diese laut Gesetz unverzüglich nach ärztlicher Feststellung der Arbeitsunfähigkeit erfolgen.
  • Erkrankungen – Kurzerkrankungen sowohl als auch Langzeiterkrankungen – können unter Umständen zu einer personenbedingten Kündigung führen.