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Kündigung erhalten - krankschreiben lassen?

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Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Krankschreibung bei Erhalt der Kündigung.
Viele Arbeitnehmer lassen sich krankschreiben, wenn Sie eine Kündigung erhalten haben. Ich habe in der Praxis noch keinen Fall erlebt, wo ein Arzt in einer solchen Situation die Krankschreibung verweigert hat. Regelmäßig ist Erhalt einer Kündigung ein derart einschneidendes Erlebnis für den Arbeitnehmer, dass es für den Arzt genügend Gründe gibt ihn krankschreiben zu können.

Krankschreibung bei Erhalt der Kündigung empfehlenswert? Ich empfehle immer zunächst auf seine Gesundheit zu achten. Wer krank ist, sollte nicht arbeiten. Das gilt erst recht in einer ohnehin belastenden Situation nach dem Ausspruch einer Kündigung. Zudem hat man bei einer Krankschreibung ausreichend Zeit, sich um die zeitnah zu erledigenden wichtigen Dinge zu kümmern (Arbeitslosmeldung bei der Bundesagentur für Arbeit innerhalb von drei Tagen, Beratung beim Fachanwalt für Arbeitsrecht innerhalb von ein bis zwei Tagen, Zurückweisung der Kündigung innerhalb von drei Tagen, Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen).

Dauerhafte Krankschreibung bei Erhalt der Kündigung in der Regel nicht empfehlenswert. Die dauerhafte Krankschreibung bei Erhalt einer Kündigung ist in der Regel nicht empfehlenswert. Der Arbeitgeber wird in einem solchen Fall nämlich annehmen, dass der Arbeitnehmer auf keinen Fall zurück ins Unternehmen will. Dies wirkt sich negativ bei Verhandlungen über die Höhe der Abfindung im Rahmen einer Kündigungsschutzklage aus. Wenn der Arbeitnehmer keine Kündigungsschutzklage eingereicht, ist eine Krankschreibung wiederum nicht schädlich. Zieht sich diese Krankschreibung über den Kündigungsterminen, kann der Arbeitnehmer später sogar noch Urlaubsabgeltung für noch nicht genommenen Urlaub vom Arbeitgeber verlangen.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer. Wenn es Ihnen nicht gut geht, gehen Sie unbedingt zum Arzt und lassen Sie sich krankschreiben. Alles Weitere sollten Sie dann mit dem Arbeitsrechtler (am besten einen auf Kündigungsschutz spezialisierten Fachanwalt für Arbeitsrecht) besprechen, der Sie bei der Erhebung der Kündigungsschutzklage vertritt.

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06.12.2016

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