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Kündigung wegen Diebstahls – die wichtigsten Tipps für Arbeitnehmer

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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, mit einem Rechtstipp zum Thema Kündigung wegen Diebstahls.

Auch bei geringwertigen Sachen Kündigung wegen Diebstahls:
Der Arbeitgeber kann auch bereits beim Diebstahl geringwertiger Sachen zur fristlose Kündigung berechtigt sein, ohne vorher abmahnen zu müssen. Selbst wenn der Arbeitnehmer über viele Jahre angestellt war und sich dabei nie etwas hat zuschulden kommen lassen, kann der Arbeitgeber kündigen.

Das Bundesarbeitsgericht zum Diebstahl von Zigarettenpackungen im Wert von zehn Euro bei einer Betriebszugehörigkeit von 18 Jahren: Entwendet eine Verkäuferin Zigarettenpackungen aus dem Warenbestand des Arbeitgebers, kann dies auch nach längerer Beschäftigungsdauer eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen (BAG, Urteil vom 21. Juni 2012 – 2 AZR 153/11 –, BAGE 142, 176-187).

Bei Anhörung sofort anwaltlichen Rat suchen: Wenn der Arbeitgeber einen zu einer Anhörung lädt, sollten alle Alarmglocken läuten. Dann beabsichtigt er nämlich unter Umständen, eine Verdachtskündigung auszusprechen. Arbeitgeber können eine Kündigung nämlich auch auf den bloßen Verdacht einer Straftat stützen, sofern sie den Arbeitnehmer zuvor zu den Vorwürfen angehört haben. Soll also eine solche Anhörung durchgeführt werden, ist Arbeitnehmern dringend zu raten, sich vorher von einem Anwalt beraten zu lassen. Ein solcher Verdacht ist schwerwiegend und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es droht nämlich abgesehen von den arbeitsrechtlichen Problemen oftmals auch eine strafrechtliche Verfolgung.

Trotzdem nicht panisch reagieren: Auf der anderen Seite ist aber auch Panik nicht hilfreich. Teilweise werden auch Arbeitnehmer nervös, die sich gar keiner Schuld bewusst sind. Wichtig: keinerlei Aufhebungsvertrag oder Schuldeingeständnis unterzeichnen. Davon kann man sich später in der Regel nicht mehr lösen.

Frist für Kündigungsschutzklage beachten: Man sollte stets innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben – selbst dann, wenn an den Vorwürfen etwas dran ist. Häufig können Arbeitnehmer ihre Situation damit verbessern und jedenfalls eine Sperrzeit bei der Bundesagentur für Arbeit und ein Strafverfahren abwenden. Da der Arbeitgeber ein hohes Beweisrisiko trägt, ist auch eine Abfindung regelmäßig drin.

Nicht selbst auf Schreiben der Polizei oder Staatsanwaltschaft antworten: Wer eine Anhörung bzw. Vorladung zu den Vorwürfen von der Polizei erhält, sollte auf keinen Fall dazu mündliche oder schriftliche Aussagen machen. Schreiben Sie, dass Sie sich einen Anwalt suchen und setzen Sie dies umgehend in die Wege. Der Anwalt wird zunächst Akteneinsicht nehmen und anschließend das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.

So können wir Ihnen helfen. Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen und auch in anschließenden Strafverfahren. Gerade wenn der Verdacht einer Straftat im Raum steht, ist es besonders wichtig, dass der Anwalt sowohl die arbeitsrechtliche als auch die strafrechtliche Komponente des Geschehens hinreichend beachtet und sorgfältig gegeneinander abwägt. Strafrechtlich ist es oft am besten nichts zu sagen. Arbeitsrechtlich wiederum ist dies unmöglich, wenn man in nicht die Kündigungsschutzklage verlieren will.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst unverbindlich mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage und ein geeignetes Vorgehen im Hinblick auf das drohende Strafverfahren.

Die Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind die Autoren des Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest.

29.6.2016

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer: Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 € zuzüglich MwSt.

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