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Kündigungsfrist: Hinweise für Arbeitnehmer zum Thema Kündigung

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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, mit einem Rechtstipp zum Thema Kündigungsfristen aus dem Gesetz, Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag.

Verschiedene Quellen für Kündigungsfristen:
Kündigungsfristen für das Arbeitsverhältnis können sich sowohl aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag als auch dem Gesetz ergeben. Ergeben sich aus diesen Quellen unterschiedliche Kündigungsfristen, stellt sich die Frage, welche davon nun tatsächlich gilt.

Erster Blick in den Arbeitsvertrag: Im Arbeitsvertrag findet sich in der Regel ein § bzw. Punkt zum Thema Beendigung oder Kündigung, unter dem auch die einzuhaltenden Kündigungsfristen nachzulesen sind. Die Fristen, die dort geregelt sind, sind speziell zu Beginn bzw. in den ersten Jahren des Arbeitsverhältnisses länger als die, die in Tarifverträgen oder dem Gesetz geregelt sind.

Weitere Quelle Gesetz, § 622 BGB: § 622 BGB sieht vor, dass das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Arbeitgeber muss sich an längere gesetzliche Kündigungsfrist halten: Will der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigen, beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen zwei Jahre bestanden hat, einen Monat zum Ende eines Kalendermonats, bei fünf Jahre Dauer des Arbeitsverhältnisses zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats, bei acht Jahren Dauer des Arbeitsverhältnisses drei Monate zum Ende eines Kalendermonats, bei zehn Jahren Dauer des Arbeitsverhältnisses vier Monate zum Ende eines Kalendermonats, bei zwölf Jahren Dauer des Arbeitsverhältnisses fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats, bei 15 Jahren Dauer des Arbeitsverhältnisses sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats, bei 20 Jahren Dauer des Arbeitsverhältnisses sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats.

Dritte Quelle Tarifvertrag: Schließlich kann auf das Arbeitsverhältnis auch ein Tarifvertrag Anwendung finden, der Kündigungsfristen vorsieht. Die Anwendung kann auch im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart sein.

Welche Kündigungsfristen gilt denn nun? Zu Gunsten des Arbeitnehmers gilt jeweils die längste Kündigungsfrist. Diese Kündigungsfrist muss der Arbeitgeber einhalten. Das hat noch gar nichts damit zu tun, ob die Kündigung eventuell noch wegen anderer Fehler unwirksam ist. D.h. auch wenn die Kündigungsfrist eingehalten ist, kann die Kündigung unwirksam sein.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, sollten Sie die Wirksamkeit sofort prüfen. Für die Kündigungsschutzklage haben Sie eine Frist von drei Wochen nach Zugang der Kündigung einzuhalten. Das gilt auch, wenn Sie eine Abfindung erstreiten wollen.

So können wir Arbeitnehmern helfen. Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen. Lassen Sie die Kündigung sofort nach Erhalt durch uns prüfen. Wichtige Rechte müssen unverzüglich (3-5 Werktage) geltend gemacht werden (zum Beispiel die Zurückweisung einer Kündigung). Eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht eingegangen sein.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst unverbindlich mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage.

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20.7.2016

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