Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Essen ++ Arbeitsrecht Rechtsanwalt Essen ++ Arbeitsrecht Anwalt Essen ++ Rechtsanwälte ++ Anwaltskanzlei Essen
Alexander Bredereck Fachanwalt für Arbeitsrecht
Anwalt Arbeitsrecht Essen

Fachanwalt Bredereck: tel 0201-4532 00 40 und rat@remove-this.arbeitsrechtler-essen.com 

Die Kündigungsschutzklage wird vor dem Arbeitsgericht erhoben. Für den gekündigten Arbeitnehmer ist es wichtig zu wissen, dass die Arbeitsgerichte bei einer Kündigungsschutzklage tendenziell auf Seiten des Arbeitnehmers stehen sollen. Die Arbeitsgerichtsbarkeit ist geschaffen worden, um Arbeitnehmerrechte wirkungsvoll gegen den strukturell stärkeren Arbeitgeber durchzusetzen.

Eine Kündigungsschutzklage macht vor allem dann Sinn, wenn das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist. Das ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung im Betrieb tätig ist und wenn der Arbeitgeber mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Ganz wichtig! Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Diese Frist muss der Arbeitnehmer einhalten, wenn er eine Abfindung erstreiten oder sich in den Betrieb zurück klagen will. Eine Verlängerung dieser Frist ist fast nicht möglich. Einzelheiten zur genauen Berechnung dieser Frist erfahren Sie hier.

Für die Kündigungsschutzklage gilt der Beschleunigungsgrundsatz. Während meiner praktischen Tätigkeit erlebe ich es immer wieder, dass Arbeitnehmer überrascht sind, wie schnell das Verfahren zu einem Ergebnis kommt. Zwischen Kündigung und Auszahlung der Abfindungssumme vergehen nicht selten wenige Wochen. Nach Erhebung der Kündigungsschutzklage findet in der Regel nach 2-3 Wochen der Gütetermin statt. In den allermeisten Fällen kommt es in diesem Gütetermin bereits zu einer Einigung der Parteien und zu einem Abschluss des Verfahrens. Kündigungsschutzklagen sind in aller Regel schnell, effizient und effektiv.

  • Nach meiner Erfahrung als Fachanwalt für Arbeitsrecht endet fast jede Kündigungsschutzklage mit dem Abschluss eines Vergleichs, in dem sich der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer als Ersatz für den Verlust seines Arbeitsplatzes eine Abfindungssumme zu zahlen.
  • Regelmäßig zahlt der Arbeitgeber eine Abfindung in Höhe von 0,5 Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr. Im Einzelfall kann diese Abfindungssumme deutlich höher ausfallen, etwa wenn die Kündigungsschutzklage offensichtlich Aussicht auf Erfolg hat und der Arbeitgeber es unbedingt vermeiden möchte, dass der gekündigte Arbeitnehmer wieder in den Betrieb zurück kehrt. Deutlich höhere Abfindungssummen (bis zu 2 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr) werden bei Arbeitsverhältnissen kurzer Beschäftigungsdauer (1-3 Jahre Betriebszugehörigkeit) gezahlt.