Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen - KündigungsschutzklageEssen

Wann lohnt sich eine Kündigungsschutzklage?

Bei Betrieben mit mehr als 10 Mitarbeitern lohnt sich eine Kündigungsschutzklage für den gekündigten Arbeitnehmer fast immer. In dem Fall ist nämlich das Kündigungsschutzgesetz anwendbar, welches einen sehr weitreichenden Schutz vor betriebsbedingten, verhaltensbedingten und personenbedingten Kündigungen bietet.

Der Arbeitgeber macht oft Fehler, die zu hohen Erfolgsaussichten der Kündigungsschutzklage führen. Wenn etwa zweifelhaft ist, ob der Arbeitgeber die Sozialauswahl korrekt durchgeführt hat, wenn die verhaltensbedingte Kündigung auf einer fehlerhaften Abmahnung beruht oder wenn das Kündigungsschreiben Formfehler enthält, sind die Klagechancen regelmäßig sehr gut.

Es gilt der Grundsatz: Je besser die Klagechancen, desdo höher die Abfindung.

Wie erhalte ich eine möglichst hohe Abfindung?

Es gilt der Grundsatz: Ohne Kündigungsschutzklage keine optimale Abfindung.

Für eine hohe Abfindung muss man vor dem Arbeitsgericht kämpfen. Mit Hilfe eines erfahrenen Rechtsanwalts oder Fachanwalts für Arbeitsrecht können Sie in der Gerichtsverhandlung eine hohe Abfindung durch geschicktes Verhandeln erreichen. Was regelmäßig mindestens drin ist, erfahren Sie hier.

Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber freiwilliig eine Abfindungssumme anbietet, wird diese regelmäßig zu gering sein. Lassen Sie sich von einem Experten beraten, welche Summe für Sie in Frage kommt.

Soll ich Kündigungsschutzklage einreichen, wenn mein Arbeitgeber eine Sozialplanabfindung anbietet?

In den allermeisten Fällen sage ich als Fachanwalt für Arbeitsrecht: Eindeutig ja!

Denn: Die Sozialplanabfindung ist eine pauschale Summe, die der Arbeitgeber gemeinsam mit dem Betriebsrat - meistens gestaffelt nach Altersstufen - für die in einer Massenentlassung betriebsbedingt gekündigten Arbeitnehmer vorsieht. Für die Höhe der Sozialplanabfindung ist die Wirksamkeit der Kündigung des Arbeitnehmers also irrelevant. Bei einer zweifelhaften Sozialauswahl oder bei sonstigen Fehlern bei der betriebsbedingten Kündigung hat der Arbeitnehmer sehr gute Chancen auf eine deutlich höhere Abfindung.

Anwalt Arbeitsrecht Essen
Alexander Bredereck Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt Bredereck: tel 0201-4532 00 40 und rat@remove-this.arbeitsrechtler-essen.com 

Die Kündigungsschutzklage wird vor dem Arbeitsgericht erhoben. Für den gekündigten Arbeitnehmer ist es wichtig zu wissen, dass die Arbeitsgerichte bei einer Kündigungsschutzklage tendenziell auf Seiten des Arbeitnehmers stehen sollen. Die Arbeitsgerichtsbarkeit ist geschaffen worden, um Arbeitnehmerrechte wirkungsvoll gegen den strukturell stärkeren Arbeitgeber durchzusetzen.

Eine Kündigungsschutzklage macht vor allem dann Sinn, wenn das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist. Das ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung im Betrieb tätig ist und wenn der Arbeitgeber mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Ganz wichtig! Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Diese Frist muss der Arbeitnehmer einhalten, wenn er eine Abfindung erstreiten oder sich in den Betrieb zurück klagen will. Eine Verlängerung dieser Frist ist fast nicht möglich. Einzelheiten zur genauen Berechnung dieser Frist erfahren Sie hier.

Für die Kündigungsschutzklage gilt der Beschleunigungsgrundsatz. Während meiner praktischen Tätigkeit erlebe ich es immer wieder, dass Arbeitnehmer überrascht sind, wie schnell das Verfahren zu einem Ergebnis kommt. Zwischen Kündigung und Auszahlung der Abfindungssumme vergehen nicht selten wenige Wochen. Nach Erhebung der Kündigungsschutzklage findet in der Regel nach 2-3 Wochen der Gütetermin statt. In den allermeisten Fällen kommt es in diesem Gütetermin bereits zu einer Einigung der Parteien und zu einem Abschluss des Verfahrens. Kündigungsschutzklagen sind in aller Regel schnell, effizient und effektiv.

  • Nach meiner Erfahrung als Fachanwalt für Arbeitsrecht endet fast jede Kündigungsschutzklage mit dem Abschluss eines Vergleichs, in dem sich der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer als Ersatz für den Verlust seines Arbeitsplatzes eine Abfindungssumme zu zahlen.
  • Regelmäßig zahlt der Arbeitgeber eine Abfindung in Höhe von 0,5 Bruttomonatsgehältern pro Beschäftigungsjahr. Im Einzelfall kann diese Abfindungssumme deutlich höher ausfallen, etwa wenn die Kündigungsschutzklage offensichtlich Aussicht auf Erfolg hat und der Arbeitgeber es unbedingt vermeiden möchte, dass der gekündigte Arbeitnehmer wieder in den Betrieb zurück kehrt. Deutlich höhere Abfindungssummen (bis zu 2 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr) werden bei Arbeitsverhältnissen kurzer Beschäftigungsdauer (1-3 Jahre Betriebszugehörigkeit) gezahlt.

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