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Arbeitsrecht: Mobbing am Arbeitsplatz! Kann man dagegen vorgehen?

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck :
Ursprung fast jeden Mobbing-Prozesses ist ein ungelöster Konflikt. Wird dieser nicht gelöst, kommt es oft zum Mobbing.

  • Der Betroffene wird dann Ziel von Handlungen der Mitarbeiter – dazu gehört oft, dass mit dem Opfer nicht mehr kommuniziert wird, dessen Arbeit wird erschwert und sabotiert durch die Kollegen und Vorgesetzte. Es werden über das Opfer Gerüchte verbreitet.
  • Im weiteren Verlauf wird das Mobbing-Opfer zum Außenseiter, es wird sozial gemieden und meist zeigt sich jetzt eine Veränderung des Verhaltens des Mobbing-Opfers, oft unbewusst.
  • Oft ist dem Mobbing-Opfer spätestens ab diesem Zeitpunkt eine selbstständige Lösung der Situation nicht mehr möglich – und auch der Vorgesetzte wird auf den Betroffenen aufmerksam, da sich die beschriebene Situation auch auf die Arbeitsleitung negativ auswirkt.


Problematisch ist die Durchsetzung der Rechte des Mobbing-Opfers, solange es sich nicht um konkrete Straftaten, wie Beleidigung, Körperverletzung, sexuelle Belästigung und ähnliches handelt, denen man durch Strafanzeigen und Unterlassungsklagen beikommen kann. Mobbing selbst ist kein Straftatbestand in Deutschland.

  • Grundsätzlich ist der Arbeitgeber durch seine Fürsorgepflicht dafür verantwortlich, seine Arbeitnehmer vor psychischen Belastungen – was beim Mobbing immer der Fall ist – zu schützen.
  • In Deutschland gibt es jedoch kein spezielles Schutzgesetz vor Mobbing – anders in Spanien und Frankreich. In den letzten Jahren sind die Rechte aber durch einige Gerichtsurteile gestärkt worden, so wurde beispielsweise Mobbing-Opfern Schmerzensgeld zugesprochen, wenn überzeugend gezeigt worden ist, dass der Betroffene gezieltem Mobbing ausgesetzt war.