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Jede Kündigung schmerzt den betroffenen Arbeitnehmer immer noch am meisten! Zum geplanten Stellenabbau beim Klinikum Niederberg in Velbert. Ein Fachbeitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Essen und Rechtsanwalt Dr. Attila Fodor

Nach einem aktuellen Bericht des Onlineportals Der Westen werden in den kommenden Tagen 47 Arbeitnehmer des Klinikum Niederberg die betriebsbedingte Kündigung erhalten. Der Medienbericht zitiert eine Stimme aus dem Unternehmen, die verlauten ließ, dass „jede Kündigung schmerze“. Das Klinikum habe, so zitiert der Online-Dienst einen Gewerkschaftsvertreter, „hohe Kooperationsbereitschaft“ gezeigt. Auch wenn das Unternehmen und der Betriebsrat mitfühlend und kooperativ vorgehen – und dies im Einzelfall auch ernst gemeint ist – das Ergebnis bleibt: der betroffene Arbeitgeber steht nach einer betriebsbedingten Kündigung ohne einen Arbeitsplatz da.

Dagegen kann sich der betroffene Arbeitnehmer wehren. In vielen Fällen lässt sich bei einer betriebsbedingten Kündigung eines größeren Unternehmens eine satte Abfindung herausholen, die einem beim Neustart mehr hilft als Worte des Mitgefühls und Kooperationsbereitschaft. Hierfür ist es in der meisten Fällen erforderlich, Kündigungsschutzklage einzureichen. 

Selbst wenn der Arbeitgeber eine Abfindung oder Sozialplanabfindung anbieten sollte, lohnt es sich häufig, Kündigungsschutzklage gegen die betriebsbedingte Kündigung einzureichen. Im Prozess lässt sich nämlich regelmäßig eine deutlich Höhere Abfindung erreichen. 

Der gekündigte Arbeitnehmer kann mit einer Kündigungsschutzklage auch erreichen, dass er sich wieder in das Unternehmen zurückklagt.

Achtung: bei einer Kündigungsschutzklage laufen sehr strenge und kurze Fristen. Innerhalb von 3 Wochen muss der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage einreichen. Falls nicht, hat der Arbeitnehmer in aller Regel keine Chance mehr auf eine möglichst hohe Abfindung oder darauf, sich wieder in den Betrieb zurück zu klagen. 

Zu den warmen Worten und zum Thema „behutsamer“ Stellenabbau nur folgendes: Eine kürzlich in den Medien veröffentlichte Studie einer Unternehmensberatung hat gezeigt, dass die Arbeitgeber nichts mehr fürchten, als dass der Arbeitnehmer nach der Kündigung um eine hohe Abfindung kämpft. Dies sollte ein betroffener Arbeitnehmer unbedingt beherzigen, wenn der Arbeitgeber oder die Mitarbeiter der Personalabteilung bei der Kündigung übertrieben freundlich, bisweilen sogar richtig warmherzig vorgehen. Ist die Frist für eine Kündigungsschutzklage einmal verstrichen, will der zuvor so freundliche Arbeitgeber von seinem gekündigten Mitarbeiter oft nichts mehr wissen. 

Arbeitnehmer-Rat des Fachanwalts: Sollte das Kündigungsschutzgesetz in Ihrem Betrieb anwendbar sein (in allen großen Unternehmen ist es selbstverständlich anwendbar), ist es fast immer ratsam, Kündigungsschutzklage zu erheben. Regelmäßig ist es möglich, zumindest eine satte Abfindung dabei herauszuholen oder eine angebotene Sozialplanabfindung merklich zu erhöhen. Erfahrungsgemäß kalkulieren Unternehmen bei Entlassungswellen fest mit Beträgen, die sie im Rahmen von gerichtlichen Vergleichen vor dem Arbeitsgericht bei Kündigungsschutzklagen an die Arbeitnehmer als Abfindung auszahlen.

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Essen und von Dr. Attila Fodor, Rechtsanwalt, Essen

Bredereck Willkomm Rechtsanwälte, Essen

30.9.2011

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