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Fachanwalt Arbeitsrecht informiert über Voraussetzungen der Kündigung

Kündigung: Fachanwalt für Arbeitsrecht
Kündigung

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Essen, informiert über die Kündigung des Arbeitgebers:

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Kündigungen durch den Arbeitgeber:

  • Betriebsbedingte Kündigungen (der Betrieb will sich verändern, z.B. Betriebsstilllegung), 

  • Personenbedingte Kündigungen (der Arbeitnehmer ist nicht mehr geeignet, z.B. wegen langer Krankheit) und

  • Verhaltensbedingte Kündigungen (der Arbeitnehmer hat sich falsch verhalten, z.B. unentschuldigt gefehlt).

Man muss zwischen fristgemäßen und fristlosen Kündigungen – auch ordentliche und außerordentliche Kündigungen genannt. Fristlose Kündigungen dürfen grundsätzlich nur bei verhaltens- oder personenbedingten Gründen ausgesprochen werden. Eine Kündigung hat immer schriftlich zu erfolgen.

Wird eine fristlose Kündigung ausgesprochen, ist das Arbeitsverhältnis sofort beendet. Ordentliche Kündigungen erfordern immer die für den Arbeitnehmer günstigste – und damit längste – Kündigungsfrist. Diese regelt sich nach dem Arbeitsvertrag, nach Gesetz oder nach dem Tarifvertrag.

Arbeiten mehr als zehn Arbeitnehmer in einem Betrieb, kommt bei einer Kündigung zusätzlich das Kündigungsschutzgesetz zur Anwendung. Dadurch werden hohe Anforderungen an die Kündigungsgründe gestellt und macht eine Kündigungsschutzklage fast immer sinnvoll.

Wenn es einen Betriebsrat oder einen Personalrat gibt, muss dieser vor jeder Kündigung angehört werden.

Sobald eine Kündigung ausgesprochen wurde und der Arbeitnehmer dagegen vorgehen will, muss dieser innerhalb von drei Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht Klage einreichen. Grundsätzlich findet nach der Klageeinreichung zuerst ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht statt, um eine Einigung zu erreichen. In den meisten Fällen schließt der Klageprozess hier mit der Vereinbarung einer Abfindung. Kommt es zu einem Arbeitsgerichtsprozess, tragen beide Parteien ihre Kosten in der ersten Instanz selbst.

In den Genuss von besonderem Kündigungsschutz kommen nur bestimmte Personengruppen: Mitglieder des Betriebsrates (der Schutz erstreckt sich auch auf Ersatzmitglieder), Schwangere, erziehende Eltern, Schwerbehinderte und Pflegende.