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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, mit einem Rechtstipp zum Thema Kündigung wegen Beleidigung.

In gewisser Hinsicht ist das Arbeitsverhältnis wie eine Beziehung. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind einander dauerhaft ausgesetzt, es besteht ein Vertrauensverhältnis. Das kann auf die Probe gestellt werden durch Streitigkeiten im Rahmen der alltäglichen Arbeit. Problematisch wird es immer dann, wenn Beleidigungen ins Spiel kommen. Dadurch riskieren Arbeitnehmer in der Regel den Bestand ihres Arbeitsverhältnisses und das auch dann, wenn sie schon eine lange Zeit beim Arbeitgeber beschäftigt sind. Ein Beispiel dafür liefert das Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein vom 24. Januar 2017 (Az.: 3 Sa 244/16).

Beleidigung als soziales Arschloch: In dem konkreten Fall hatte der Arbeitnehmer seinen Vorgesetzten als soziales Arschloch bezeichnet. Die in der Folge ausgesprochene fristlose Kündigung hielt das LAG für wirksam. Dabei stellte es klar, dass nicht jede Beleidigung zu einer Kündigung führen könne. Entscheidend sei auch eine etwaige Mitwirkung bzw. Provokation des Arbeitgebers im Vorfeld ebenso wie etwa die Beschäftigungsdauer. Die war mit über 23 Jahren zwar beträchtlich, dennoch habe im konkreten Fall das Interesse des Arbeitgebers an einer sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses überwogen. Grund dafür war insbesondere, dass der Arbeitnehmer sich auch nach dem Vorfall konstant uneinsichtig gezeigt und Möglichkeiten für eine Entschuldigung nicht genutzt hatte (Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 24. Januar 2017 – 3 Sa 244/16).

Vorsicht bei Äußerungen über den Arbeitgeber: Das Urteil zeigt, dass Arbeitnehmer vorsichtig sein sollten, wenn sie sich über den Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte äußern, besonders in negativer Hinsicht. Durch die fortlaufende Digitalisierung gilt das auch besonders auch für Emails oder Chat-Nachrichten, beispielsweise in einer WhatsApp-Gruppe. Eine mündliche Äußerung kann man vielleicht noch erklären, im Gespräch abschwächen, sich dafür entschuldigen – oder es bestreiten, wenn man sich falsch verstanden fühlt. Beleidigt man den Chef dagegen in einer Mail, einem Chat oder in einem Facebook-Post, dann kann man das kaum noch ungeschehen machen. Hier droht immer die Kündigung.

Kündigungsschutzklage bei fristloser Kündigung: Kommt es zu einer fristlosen Kündigung, heißt es Ruhe bewahren, aber rechtzeitig aktiv werden, sich beraten lassen und vor allem innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen. Fristlose Kündigungen sind vor Gericht vielfach angreifbar. Oftmals hätte eine Abmahnung genügt, die Kündigung ist unverhältnismäßig oder etwa der Arbeitgeber kann das Fehlverhalten doch nicht beweisen. Dann ergeben sich regelmäßig gute Chancen auf eine hohe Abfindung für den Arbeitnehmer.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind: Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

16.1.2018

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