Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Essen ++ Arbeitsrecht Rechtsanwalt Essen ++ Arbeitsrecht Anwalt Essen ++ Rechtsanwälte ++ Anwaltskanzlei Essen

Essen: Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck zur personenbedingten Kündigung

Arbeitsrechtler Bredereck
Anwalt

Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck, Essen, informiert über die Voraussetzungen der personenbedingten Kündigung:

Soll eine personenbedingte Kündigung ausgesprochen werden, muss der Arbeitnehmer aufgrund seiner persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften oder seiner nicht vorwerfbaren Einstellung daran gehindert sein, seine vertragsgerechte Leistung in Zukunft zu erbringen – z.B. durch eine Krankheit.

Diese Form der Kündigung ist möglich, wenn der der Arbeitnehmer seine Leistung nicht erbringen kann,

  • weil er die geforderte Leistung aus nicht vorwerfbaren Gründen nicht erbringen will (z.B. Arbeitsverweigerung wegen Gewissenskonflikt),

  • weil er die Leistung aus Gründen nicht erbringen kann, die auf seinen Willen zurückzuführen sind (z.B. unterlassene Fortbildung), oder

  • weil er sie aus Gründen nicht erbringen kann, die ihre Ursache nicht in einem Willensentschluss des Arbeitnehmers haben (z.B. Krankheit).

Eine der Hauptvoraussetzungen ist also die Nicht- oder Schlechterfüllung der Arbeitsleistung.

Gerechtfertigt ist eine personenbedingte Kündigung nur dann, wenn zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigungserklärung davon ausgegangen wird, dass weitere Störungen nach dem Beendigungstermin zu erwarten sind. Dadurch muss die Leistungserbringung beeinträchtigt werden – man spricht deshalb auch von der negativen Prognose.

Soll einem Arbeitnehmer eine personenbedingte Kündigung ausgesprochen werden, muss vorher geprüft werden, ob er anderweitig im Betrieb eingesetzt werden kann.

Ist die Nicht- oder Schlechterleistung des Arbeitnehmers nur einer vorübergehenden Verhinderung des Arbeitnehmers geschuldet, kann eine personenbedingte Kündigung nur ausgesprochen werden, wenn Überbrückungsmaßnahmen für den Arbeitgeber tragbar sind.

Im Gegensatz zu verhaltensbedingten Gründen kann dem Arbeitnehmer bei einer personenbedingten Kündigung keine schuldhafte Verletzung des Arbeitsvertrages vorgeworfen werden. Eine Abmahnung ist meist nicht notwendig, da es nicht wichtig ist, ob der Arbeitnehmer für seine fehlenden Fähigkeiten oder seine Eignung die Schuld trägt.